Institut für Immobilienmanagement

Das IFIM – Institut für Immobilienmanagement fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Immobilienbranche und entwickelt praxisnahe Bildungsangebote für Studierende und Fachkräfte. Im Fokus stehen digitale Transformation, nachhaltiges Bauen und innovative Technologien wie KI und PropTech.

Durch Forschung, Netzwerke und Kooperationen mit Unternehmen gestaltet das IFIM aktiv den Wandel der Branche. Aktuelle Herausforderungen wie steigende Baukosten, ESG-Vorgaben und Wohnraummangel werden durch praxisnahe Projekte, Publikationen und Veranstaltungen adressiert.

Ziele des Instituts

  • Förderung der interdisziplinären, hochschulweiten Zusammenarbeit im Immobilienbereich
  • Entwicklung von Bachelor-, Master- und Weiterbildungsprogrammen für die Immobilienwirtschaft
  • Initiierung von Forschungsprojekten zu aktuellen Themen im Immobilienmanagement, insbesondere durch Kooperation mit Unternehmen der Immobilienwirtschaft und Immobilien-Verbänden
  • Aufbau eines Netzwerks aus Immobilienunternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen
  • Begleiten und intensivieren der digitalen Transformation in der Immobilienwirtschaft (u.a.KI, Data Analytics, Automation)
  • Vermittlung von Praktika und Projekten für Studierende
  • Organisation von Gastvorträgen, Workshops und Networking-Events
  • Praxisorientierte Publikationen

Herausforderungen der Immobilienbranche

Die Immobilienbranche steht im Jahr 2025 vor einer Vielzahl komplexer Herausforderungen, die sowohl innovative Ansätze als auch strategische Anpassungen erfordern. Unser Institut für Immobilienmanagement an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Wismar widmet sich intensiv der Erforschung und Bewältigung dieser zentralen Themen.

Digitale Transformation und Technologieintegration

Die fortschreitende Digitalisierung in der Immobilienbranche führt dazu, dass Unternehmen in smarte Technologien und digitale Plattformen investieren müssen. Dies dient nicht nur der Optimierung interner Prozesse, sondern auch der Erfüllung der steigenden Erwartungen von Mietern und Käufern. Ein zentrales Element hierbei ist das Building Information Modeling (BIM), das eine tiefgreifende Umstellung der Planungs- und Bauprozesse erfordert. Die Schulung von Fachkräften in diesen digitalen Werkzeugen ist unerlässlich, um Effizienz und Transparenz zu steigern. Darüber hinaus gewinnen PropTech-Lösungen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, beispielsweise in Form von KI-gestützten Marktanalysen oder automatisierten Verwaltungsprozessen, an Bedeutung. Diese Entwicklungen stellen Unternehmen jedoch vor erhebliche Investitionskosten und technologische Herausforderungen.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst zudem das Risiko von Cyberangriffen. Immobilienunternehmen verwalten hochsensible Daten von Mietern, Eigentümern und Gebäudestrukturen, deren Schutz höchste Priorität haben muss. Angesichts neuer Datenschutzrichtlinien und steigender Bedrohungen durch Cyberkriminalität sind robuste Sicherheitskonzepte und kontinuierliche Anpassungen an aktuelle IT-Standards unerlässlich.

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Nachhaltigkeit und energieeffizientes Bauen

In Anbetracht des Klimawandels gewinnt die nachhaltige Bauweise zunehmend an Bedeutung. Der Einsatz umweltfreundlicher Materialien und energieeffizienter Baukonzepte ist dabei von entscheidender Bedeutung, stellt jedoch oft eine finanzielle und technische Herausforderung dar. Darüber hinaus erfordert die Implementierung von IoT-Technologien zur Steuerung des Energieverbrauchs, der Heizung und der Beleuchtung in sogenannten Smart Buildings spezialisierte Fachkenntnisse. Zudem unterliegen Immobilienunternehmen strengen Umwelt-, Sozial- und Governance-Richtlinien (ESG), deren Einhaltung für die Aufrechterhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung ist. Die Erfüllung dieser Vorgaben bedingt erhebliche Investitionen in grüne Technologien und nachhaltige Praktiken.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um energieeffizientes Bauen – die Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Wiederverwertung von Baumaterialien und nachhaltige Sanierungskonzepte dienen der Schonung von Ressourcen und der Reduktion des CO₂-Fußabdrucks von Immobilien. Allerdings sind Unternehmen in der Praxis mit hohen logistischen und finanziellen Hürden konfrontiert, da nachhaltige Baustoffe und Recyclingprozesse gegenwärtig noch nicht flächendeckend etabliert sind.

Steigende Baukosten und Wohnraummangel

Die Immobilienbranche sieht sich gegenwärtig mit steigenden Materialpreisen und Lohnkosten konfrontiert, was die Errichtung neuer Immobilien verteuert. Gleichzeitig resultiert der anhaltende Wohnraummangel in Ballungsräumen in einer Übersteigung der Nachfrage gegenüber dem Angebot, was zu hohen Mieten führt. Diese Situation erfordert innovative Lösungen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

Ein weiterer zentraler Faktor ist die Zinspolitik. Steigende Zinsen erschweren die Finanzierung von Bauprojekten und verteuern den Immobilienerwerb für private Käufer ebenso wie für institutionelle Investoren. Die Immobilienbranche sieht sich folglich in der Pflicht, alternative Finanzierungsmodelle zu entwickeln und langfristig tragfähige Investitionsstrategien zu konzipieren.

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Demografischer Wandel und regulatorische Veränderungen

Der demografische Wandel, insbesondere die Alterung der Gesellschaft, führt zu Veränderungen in der Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien. Es manifestiert sich ein verstärkter Bedarf an barrierefreien Wohnkonzepten und altersgerechten Wohnformen. Zudem beeinflussen gesetzliche Änderungen, wie die Mietpreisbremse oder neue Provisionsregelungen, die Profitabilität von Maklern und Vermietern. Diese regulatorischen Veränderungen erfordern eine flexible Anpassung der Geschäftsmodelle innerhalb der Branche.

Parallel dazu wächst der bürokratische Aufwand durch immer strengere regulatorische Vorgaben. Umweltauflagen, Energieeffizienzstandards und neue Berichtspflichten binden erhebliche Ressourcen und stellen insbesondere kleinere Unternehmen vor signifikante Herausforderungen.

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